Internationale Poetry-Biennale  -  Filmfestival  -  Salon  -  Netzwerk


Samstag, 15 Uhr
Schwerpunkt Katalonien:
Mireia Calafell,
Laia Malo (Laia Martínez i López), Maria Cabrera, Jansky (Jaume Reus, Laia Malo)
Moderation: Josep Pedrals (Barcelona) & Àxel Sanjosé (M)


Kein Wunder, dass sich das Institut für Katalanische Kultur und Sprache nach Ramon Llull benannt hat. Die Literatur in Katalonien erfuhr bereits im 13. Jahrhundert einen ersten Höhepunkt, als Llull nicht mehr das Lateinische verwenden wollte, sondern die natürliche Sprache des Volkes, der bedeutende Philosoph und Schriftsteller machte damit das Katalanische zu einer Literatur- und Wissenschaftssprache von europäischem Rang (30 Jahre vor Dante, mehr zur Geschichte katalanischer Literatur bei der Goethe Universität Frankfurt).

Angeblich ist Katalonien ja "das Land mit den meisten Dichtern pro Quadratmeter. Aber das ist bestimmt nicht der einzige Grund, der die Popularität der Lyrik in Katalonien erklärt – die katalanischen Dichterinnen und Dichter haben es verstanden, eine Sprache zu schaffen, die trotz Vielfalt hinsichtlich der Themen, Motive und Stilrichtungen für ein breiteres Publikum zugänglich ist und viele Menschen anspricht." (Prof. Aina Torrent-Lenzen, Köln)

Schamrock kooperiert für das Festival mit dem Institut Ramon Llull in Berlin, und stellt drei aktuelle Stimmen der katalanischen Lyrik vor: Mireia Calafell, Laia Martínez López, Maria Cabrera. Laia Martínez präsentiert außerdem als Laia Malo mit Jaume Reus Jansky: elektronische Musik und urbane Poesie.


Als Moderatoren und Übersetzer agieren Josep Pedrals (live-streaming talk / video - Barcelona) und Axel Snajosé (live - whiteBOX München):

Josep Pedrals widmet sich der Poesie an verschiedensten Fronten: Er schreibt Untersuchungen über das Genre (romanhafte Essays über Poetik und Leben), ist als Lyrik-Sprecher tätig, erläutert Gedichte in Vorträgen und Kursen, verbreitet Lyrik in unterschiedlichen Medien, hat Lyrikveranstaltungen aller Art und Häufigkeit organisiert (13 Jahre lang leitete er die legendäre Poesie-Reihe im Horiginal, zur Zeit ist er Leiter des Festivals "Barcelona Poesia"), verfasst Texte für verschiedene Komponisten, erweitert die Theaterdimension von Versen ...
Zuletzt erschienen von ihm u.a. Exploradors, al poema! (Forscher, ans Gedicht! 2014) und Els límits del Quim Porta (Die Grenzen von Qim Porta, 2018, ausgezeichnet u.a. mit dem Literaturpreis der Stadt Barcelona).
Pedrals erhielt 2014 den "Time Out"-Preis als Künstler des Jahres in Barcelona und 2019 den "Lletra"-Preis für digitale Literaturprojekte als Mitglied des Ensembles "Deep Blue Rhapsody".

Josep Pedrals is dedicated to poetry on various fronts: he writes studies on the genre (novel-like essays on poetics and life), works as a poetry recitor, explains poems in lectures and courses, disseminates poetry in various media, has organized poetry events of all kinds (he directed the legendary poetry series at Horiginal for 13 years, and is currently director of the Barcelona Poesia festival), writes texts for various composers, expands the theatrical dimensions of verses ...

Most recent works: Exploradors, al poema! (Researcher, at the poem!, 2014) and Els límits del Quim Porta (The borders of Qim Porta, 2018, awarded, among others, the literature prize of the city of Barcelona).
Pedrals received the "Time Out" award as artist of the year in Barcelona in 2014 and the "Lletra" award for digital literary projects in 2019 as a member of the ensemble "Deep Blue Rhapsody".

Àxel Sanjosé, geboren 1960 in Barcelona, ist ein deutsch-katalanischer Lyriker und Lyrik-Übersetzer aus dem Katalanischen und Spanischen. Er lebt seit 1978 in München, wo er Germanistik studierte und hauptberuflich für das Designbüro KMS arbeitet; darüber hinaus ist er Lehrbeauftragter am Institut für Komparatistik der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von ihm sind die Gedichtbände Gelegentlich Krähen (2004, Neuaufl. 2015) und Anaptyxis (2013) erschienen (beide im Rimbaud-Verlag), aus dem Katalanischen hat er u.a. den Sammelband vier nach mit Gedichten von Enric Casasses, Eduard Escoffet, Arnau Pons und Víctor Sunyol herausgegeben und übersetzt (Lyrik Kabinett, 2007), den Doppelband Die Spiegel. Der öde Raum vonPere Gimferrer (Hanser, 2007), einen Auswahlband von Màrius Torres (Rimbaud 2019) sowie u.a. Auszüge der Lyrik von Salvador Espriu, Joan Vinyoli und Feliu Formosa in Zeitschriften.
2019 erhielt er das Übersetzungsstipendium des Freistaats Bayern für sein aktuelles Projekt, die Übertragung der Lyrik von Joan Maragall; sein neuer Gedichtband Das fünfte Nichts wird voraussichtlich 2021 im Rimbaud-Verlag erscheinen.

Àxel Sanjosé, *1960 in Barcelona, is a German-Catalan poet and poetry translator from Catalan and Spanish. He has lived in Munich since 1978, studied German and is a lecturer at the Institute for Comparative Studies at the Ludwig Maximilians University in Munich.
His poetry books Geleglich Krähen 2004 and Anaptyxis 2013 are both published by Rimbaud publishers. From Catalan he has a.o. edited and translated the anthology vier nach based on poems by Enric Casasses, Eduard Escoffet, Arnau Pons and Víctor Sunyol (Lyrik Kabinett, 2007), the double volume Die Spiegel. The desolate space by Pere Gimferrer (Hanser, 2007), as well as a selection volume by Màrius Torres (Rimbaud 2019).
In 2019 he received the translation grant from the State of Bavaria for his current project, the translation of the poetry of Joan Maragall; his new volume of poems, Das fünfte Nichts, is expected to appear in 2021.

Axel Sanjosé - Foto U.Schäfer-Newiger
Josep Pedrals
Maria Cabrera

 

Mireia Calafell - Foto Marta Huertas

 

Laia Malo - Foto Jaume Muntaner

 

Jansky - Foto Pablo Attfield

 

 

 

 

 

 

In Kooperation mit dem Institut Ramon Llull