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Schamrock - Presse

Schamrock-Festival 2020

Süddeutsche Zeitung, 24. Januar 2021
Antidepressive Substanzen
. Gastbeitrag von Augusta Laar. Kultur-Lockdown, Tag 85: Die Autorin und Musikern setzt auf Gedichte und Töne
⇒ english translation

Werksviertel Mitte, November 2020
Intenationale Begegnung der Lyrikerinnen. "Es bleibt nach drei Tagen Lyrikerinnenfestival in schwierigen Zeiten der Eindruck einer lebendigen Ernsthaftigkeit. Büchertisch, virtuelle Präsenz und leibhaftige, Workshops und musikalische Performances, Nachrichten und Positionen zu den Vorgängen in Belarus, Hongkong und Eritrea knüpfen ein Netzwerk, vital und wirklich wie ein doppelter Boden unter der digitalen Artistenkuppel der Ratlosigkeit."  

Süddeutsche Zeitung, 25. Oktober 2020
Mut zur Brücke. Das Schamrock-Festival hat mit großem Aufwand drei Tage lang Dichterinnen aus aller Welt eine Bühne geboten - live und per Stream erhoben unter anderen Lyrikerinnen aus Äthiopien, Eritrea und Hongkong die Stimme

⇒ Münchner Feuilleton, 23. Oktober 2018
Mit der Kraft verdichteter Sprache. Das Schamrock-Festival der Dichterinnen findet diesmal im Werksviertel am Ostbahnhof statt – Schwerpunkt Osteuropa.

Süddeutsche Zeitung, 22. Oktober 2020
Was bleibt, ist die Wut. Das Schamrock-Festival der Dichterinnen ist diesmal besonders politisch ausgerichtet - ein Gespräch mit Augusta und Kalle Laar

Süddeutsche Zeitung, 21. Oktober 2020
Wenn Gedichte in die Stadt rufen. Das Schamrock-Festival will sich politisch einmischen. Etliche der 40 bis 50 Autorinnen müssen angesichts der pandemischen Umstände allerdings zu Hause bleiben.

Fixpoetry, 19. Oktober 2020
Schamrock-Festival der Dichterinnen. Heuer findet das internationale Schamrock-Festival  der Dichterinnen als ein Mix aus Lesungen, Lesungsvideos und Livestreamings vom 23. bis 25. Oktober in der whiteBOX in München statt. Einzig der in Wien geplante Festivalauftakt wurde verschoben und wird 2021 nachgeholt ...

Pressespiegel Festival 2020 (auf Anfrage)

 


Schamrock-Festival spezial Bamberg 2019

⇒ Süddeutsche Zeitung, 22. Oktober 2019
Welle von Wörtern. Schamrock-Festival der Lyrikerinnen in Bamberg

 


Schamrock-Festival 2018

⇒ Süddeutsche Zeitung, 24. Oktober 2018
Warten auf die große Welle.
Lyrikerin und Musikerin Augusta Laar über ihr Programm, das Übersetzen und Baumaschinen.

⇒ Süddeutsche Zeitung, 24. Oktober 2018
Glut und Wut. 50 Schriftstellerinnen aus 18 Ländern. Sie reisen aus Wien, Kiew oder Regensburg an - sechs beispielhafte Stimmen, die bei Schamrock zu hören sind

⇒ Süddeutsche Zeitung, 24. Oktober 2018
Klang in Bewegung. Experimente: Lynn Parkerson aus New York

⇒ Süddeutsche Zeitung, 25. Oktober 2018
Wer fühlen will, der höre. Zum 4. Schamrock-Festival sind nicht nur zahlreiche Lyrikerinnen aus ganz Europa in die WhiteBOX eingeladen, sondern auch Performerinnen und Klangkünstlerinnen

⇒ Süddeutsche Zeitung, 30. Oktober 2018
Mit Nachhall. Die Vielfalt lyrischen Sprechens beim Festival Schamrock

⇒ Münchner Feuilleton, Oktober 2018
Mit der Kraft verdichteter Sprache. Das Schamrock-Festival der Dichterinnen findet diesmal im Werksviertel am Ostbahnhof statt – Schwerpunkt Osteuropa.

⇒ Das Gedicht online, November 2018
Frauenpowerpoesie – Alive and well. Nicola Bardola kommentiert und präsentiert Bemerkenswertes aus der Welt der Verse

⇒ Schamrock im Münchner Fenster
dem Münchner MVV Fahrgast-TV

⇒ Das Festival 2018 zum Nachhören beim Literatur Radio Hörbahn

 


Schamrock-Festival spezial Bamberg 2017

⇒ Süddeutsche Zeitung, 5. November 2017
Von Lyrik und Lyrics. Das Schamrock-Festival lädt ein zum Spezial

 


Schamrock-Filmfestival female presence 2017

⇒ Süddeutsche Zeitung, 23. März 2017
Auf der weiblichen Seite. Augusta und Kalle Laar geben Musikerinnen und Dichterinnen zum zweiten Mal beim Schamrock Filmfestival im Werkstattkino eine Leinwand

 


Schamrock-Festival 2016

⇒ Süddeutsche Zeitung, 31. Oktober/1. November 2016
Schall und Hauch. Sprachgeschwirr beim Schamrock-Festival

⇒ Süddeutsche Zeitung, 27. Oktober 2016
Versschmugglerinnen
. Lyrik Beim dritten Schamrock-Festival reimen sich 50 Dichterinnen aus aller Frauen Länder die Welt neu zusammen – darunter die legendäre New Yorker Spoken-Word-Performerin Lydia Lunch

⇒ Münchner Merkur, 27. 10. 2016
Ein Fest der Lyrik

Zündfunk, Bayrischer Rundfunk, 28. 10. 2016
Interview mit Lydia Lunch

⇒ Süddeutsche Zeitung, 26. Oktober 2016
Ein großes Fest. Augusta Laar über Lyrik von Frauen.

⇒ Süddeutsche Zeitung, 26. Oktober 2016
Zusammen sind sie weniger allein. Wie eine indische, eine lettische und zwei griechische Dichterinnen die Vielfalt des Schamrock Festivals repräsentieren - eine Begegnung.

⇒ Schamrock im Münchner Fenster,
dem Münchner MVV Fahrgast-TV

⇒ Bayerischer Rundfunk, 23. 10. 2016
zum Nachhören

⇒ Münchner Merkur, 21. 10. 2016
Vorgeschmack aufs Schamrock-Festival

⇒ Münchner Feuilleton, Oktober 2016
Eine ganz legale Überraschungsdroge. Petra Hallmayer spricht anlässlich des 3. Schamrock-Festivals der Dichterinnen mit Ulrike Draesner

⇒ HALLO münchen, 14. 9. 2016
„Habe aus kreativer Wut gehandelt“

⇒ Süddeutsche Zeitung, 26. Oktober 2016
Durch die Woche mit Kalle Aldis Laar

⇒ Latvian Literature, 25. Oktober 2016
Latvian Women Poets at "Schamrock" Festival (englisch)

⇒ Apollo online, 27. 10. 2016, Lettland
Vācijas sieviešu dzejas festivālā īpaša uzmanība tiks pievērsta Latvija - (Deutsches Poetry Festival wirft besonderes Augenmerk auf Lettland, lettisch)

⇒ la.lv online Zeitung, 27. Oktober 2016, Lettland
Par ko latviešu dzejniecēm kaunēties? Langa, Auziņa un Gaile dodas uz Vāciju - Lettische Dichterinnen müssen sich nicht verstecken. Langa, Auziņa und Gaile reisen nach Deutschland

⇒ LSM.lv - Latvijas Sabiedriskie mediji (Lettische vereinigte Medien), 27. Oktober 2016, Lettland
Sieviešu dzejas festivālā Vācijā piedalās Langa, Gaile un Auziņa - Langa, Gaile und Auziņa nehmen an deutschem Dichterfestival teil (lettisch)

⇒ Latviešu Rakstnieku savienība (Lettischer Schriftsteller Verband) online, Oktober 2016
Latviešu dzejnieces piedalās festivālā Vācijā - Lettische Dichterinnen beteiligen sich an einem Festival in Deutschland

⇒ Terraki Foundation News
/Şiirin Kadın Sesi: III. Uluslararası Schamrock Şiir Festivali
- Frauenstimmen der Lyrik: 3. Internationales Schamrock Poetry-Festival (türkisch)

⇒ Wechat Magazine (print & online)
/2016 羞裙岩”国际女诗人诗歌节印象记(赵四)- Impressionen vom Schamrock-Festival der Dichterinnen 2016 (chinesisch)

 

Münchner Feuilleton, Oktober 2020
Das Wort den Dichterinnen
Beim Schamrock-Festival treten Lyrikerinnen aus der ganzen Welt unter dem Motto »Einmischen – Poetry for Future« in der Münchner White Box auf, live und per Stream.

Imagination und Gedichte seien Mittel zur Selbsterhaltung und Lebenshilfe, Schutzschilde gegen die zermürbende Wirklichkeit, schrieb der amerikanische Dichter Wallace Stevens Anfang der 1940er Jahre. Eine Einsicht, die seither nichts an Wahrheit verloren hat. Gerade jetzt, in den weltweit pandemischen Zeiten, die mürbe machen, rückt uns das Gedicht nahe.

Lange Zeit blieb es spannend, man wusste nicht, ob das Schamrock-Festival der Dichterinnen dieses Jahr, zum fünften Mal, in München Ende Oktober überhaupt stattfinden kann. Ob die Gastgeber und die von weither anreisenden Gäste, und nicht zuletzt das Publikum, sich dem Risiko und den Unsicherheiten in diesem turbulenten Jahr aussetzen wollen. Doch die Veranstalter Augusta Laar und ihr Mann Kalle Aldis Laar ließen sich bei der Vorbereitung nicht beirren.

Unter dem Motto »Einmischen – Poetry for Future« wird es nun starten, wenn auch in leicht veränderter Form und vermehrt per Videozuschaltung. Alles vorbereitet, es ist angerichtet: prominente Namen wie Marlene Streeruwitz aus Österreich, Yirgalem Fisseha Mebrahtu aus Eritrea, die Grazer Klangperformerin Katharina Klement, die Lyrikerinnen und Wortkünstlerinnen Anja Utler, Barbara Hundegger und Birgit Kempker, um nur wenige zu nennen. Sie haben sich verabredet mit Entdeckungen aus Katalonien, Äthiopien, Eritrea, Kanada und anderen Ländern.

Wie gehen die vielen Dichterinnen und Musikerinnen aus fünfzehn Ländern um mit den brisanten globalen Themen unserer Zeit? Poesie in Zeiten von Klimawandel und Ressourcenknappheit, Corona- Pandemie und Flüchtlingsproblematik, Ungleichheit und Ungerechtigkeit, geht das überhaupt? Ja. Das Festival tritt alle zwei Jahre den Beweis an mit Wort- und Klangpoesie, Performances, Slampoetry, Live-Musik-Veranstaltungen, Live-Streamings, Crossover- und Übersetzungsprojekten, im Vorfeld produzierten Filmbeiträgen, Workshops und Podiumsgesprächen. Lyrisches Sprechen. Lyrische Stimmen. Lyrische Bewegung.

In Münchens urbanem Veranstaltungsort White Box kann das interessierte Publikum bei dem Versuch der Realisierung des Spagats zwischen Wort und Klang, zwischen äthiopischer Live-Musik und Poetinnen, die hier noch nie zu hören waren, dabei sein. Die Stadt München eignet sich schon aus Gründen der Tradition für so ein Vorhaben, haben doch Annette Kolb und ihre Kolleginnen vor über hundert Jahren ähnliche Ziele verfolgt.

Bei allen Organisations-, Sprach- und Übersetzungsproblemen bietet der Umstand, dass die Dichterinnen aus so vielen Ländern kommen, etwas sehr Wertvolles, nämlich, so Laar, den Austausch von Ideen, Sprachen und Klängen und den alten und neuen, über allem schwebenden Traum von Internationalität. Klang- und Wort-Lyrikerinnen aus Äthiopien und Eritrea, aus Litauen, Malta, England, Schottland, Katalonien, Österreich, der Schweiz, Hongkong, Dänemark, Grönland und Kanada lassen das Publikum hineinschauen in ihre Arbeit und ihre Lebenswelten, vielleicht auch in ihre Seelen. Dabei hat sich die Gründerin, Augusta Laar, das Festival »aus einer Wut heraus« ausgedacht.

Waren es doch immer die Männer, die auf den Podien saßen und ihre Gedichte lesen durften, sagt die Lyrikerin, es waren bevorzugt Männer, die bei den wenigen Verlagen, die Lyrik ins Programm nehmen, landeten, Männer in den leitenden Verlagspositionen. Dem galt es etwas entgegenzusetzen. Sie starteten als Lyrik-Salon mit eher bescheidenen Einschaltquoten. Doch das Interesse wurde immer größer, die Teilnehmerinnen internationaler. Mit ihrem Ehemann, dem Klangkünstler Kalle Aldis Laar zusammen stellte sie erst zurückhaltend, nun gewachsen und gar nicht mehr so schüchtern, dieses weltweit einzigartige Festival für Dichterinnen auf die Beine. Der Name Schamrock ergab sich dann: aus Scham, dem weiblichen Organ, hergeleitet von »sich schämen«, sich verstecken, und dem Rock als Bedeckung derselben, aber auch als Musik und Bewegung im Sinne der Befreiung.

Klingt feministisch? Ist es, aber nicht nur, das wäre den Kuratoren viel zu eingeengt. Eher ist es ein Festival, bei dem einmal die Dichterinnen zum Zuge kommen.

Franziska Sperr