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___Festival 2018___________Europe_Inside_/_Outside___________Vienna 24_10 | Munich 26-28_10

Oksana Sabuschko
(Ukraine)
Wednesday, 24. October
Lieteraturhaus Wien
Saturday, 27. October, 14.30 pm
whiteBOX Munich

*1960 in Luzk, lebt als Schriftstellerin in Kiew. Sie studierte Philosophie und unterrichtete u.a. in Harvard und Pittsburgh ukrainische Literatur.

Ihr Werk wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und international ausgezeichnet. Bei Droschl erschienen die beiden Romane Feldstudien über ukrainischen Sex, 2006, Museum der vergessenen Geheimnisse, 2010, die Essaysammlungen Planet Wermut, 2012 und Der lange Abschied von der Angst, 2018.

Anlässlich des Schamrock- Festivals wird sie ihre neuen Gedichte erstmals vorstellen.

Schwerpunkt Ukraine | Focus Ukraine

*1960 in Luzk, lives in Kiew. She studied philosophy and taught Ukrainian literature in Harvard and Pittsburgh.

Her work has benn translated into various languages and received numerous international awards. In German language, she publisged the novels Feldstudien über ukrainischen Sex, 2006, Museum der vergessenen Geheimnisse, 2010, and the selection of essays Planet Wermut, 2012 and Der lange Abschied von der Angst, 2018.

On the occasion of Schamrock-Festivals she will present her new poetry for the first time.

Warum ist das Wort "Tod" im Ukrainischen weiblichen Geschlechts, woher kommt der Blödsinn? Der Tod muss männlichen Gechlechts sein, jedenfalls der Tod einer Frau. In den germanischen Sprachen ist das so, die sind eben die besseren Mystiker. "Er hat sie umgebracht", das klingt sogar besser, überzeugender als "sie hat ihn umgebracht", Erleichternde Umstände ausgeschlossen. Ich habe ihn mit meiner Frisur umgebracht, ich habe ihn mit einem Wort umgebracht – Männer reden nicht so. Oder ich habe ihn mit schweigender Verachtung umgebracht – da lachen ja die Hühner. Er hat über deine Verachtung gelacht, falls er sie überhaupt bewerkt hat, und was hat er überhaupt bemerkt?

 

Textzitate aus: Museum der verlorenen Geheimnisse, Roman, Literaturverlag Droschl, Graz 2010